Brigitte ten Brink & Gabriele Hartmann, bon-say-verlag

diffuse Worte – Tan-Renga

Erscheinungsjahr: 2017

2017 im bon-say-verlag, handgearbeitetes Miniaturbuch, Din A6 quer, 16 Seiten, in der Grußkarte, 4 €, zu beziehen per E-Mail an info@bon-say.de

Inhalt:

Weitere Informationen

Textproben, Inhaltsverzeichnisse, Bibliographische Angaben, Bezugsquellen (Nicht alle Elemente gleichzeitig vorhanden)

12 Tan-Renga

Rezension

Rüdiger Jung schreibt hierzu:

Allenfalls gemeinsam können wir uns der Vergänglichkeit erwehren. Das Zauberwort heißt Solidarität:

diffuse Worte
ihre Hände
finden sich

versunken
in Mutters Erinnerungen

(S. 8, GH / BtB)

„Diffuse Worte” stehen für das demenz-bedingte Versiegen einer gelingenden verbalen Kommunikation. Was bleibt, ist die Berührung, die Zärtlichkeit („ihre Hände / finden sich”) – ohne jede Macht und Möglichkeit, es sei denn jene geteilter Ohnmacht. Tochter oder Sohn weiß oder glaubt zu wissen, wo die „Mutter” ist: in ihren „Erinnerungen”. Spezifizieren lässt sich das in Ermangelung einer tragfähigen sprachlichen Brücke nicht mehr. Nur ein Weg führt Tochter oder Sohn noch zur Mutter: das Zulassen des eigenen „Versinkens”. Ein Bekenntnis der Ohnmacht, gewiss. Mehr noch eines der Solidarität.

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